Buchpremiere: Anne Kanis „Nichts als ein Garten“

Anne Kanis’ Protagonistin, eine Sängerin aus Ost-Berlin, erzählt von Kindheit und Jugend in der DDR, vom Zusammenhalt ihrer Familie, von der Verzweiflung des Vaters und der Angst der Mutter, vom Leben als Künstlerin und von den Mühen, sich nach der Wende in der neuen Lebenswirklichkeit zurechtzufinden. Die junge Ich-Erzählerin hält sich mit schlecht bezahlten Angeboten […]

Kleine Verlage am Großen Wannsee – Gartenmesse mit Lesungen

Zum mittlerweile elften Mal sind ausgewählte Verlage aus dem deutschsprachigen Raum zu Gast im LCB. 24 Verlage haben die Einladung angenommen und stellen ihre Bücher und Autoren in entspannter Atmosphäre vor. Alle Literaturfreundinnen und -freunde sind herzlich willkommen zu stöbern, zu entdecken und sich auszutauschen. Für kulinarische Genüsse wird gesorgt sein. Welche Autorinnen und Autoren […]

Buchpremiere: „Alfred Andersch desertiert. Fahnenflucht und Literatur (1944-1952)“ mit Jörg Döring (Mitautor) und Helmut Böttiger

Alfred Andersch ist Westdeutschlands berühmtester Deserteur. Sein autobiografischer Be­richt „Die Kirschen der Freiheit“ (1952) beschreibt die Umstände seiner Fahnenflucht aus Hitlers Wehrmacht am 6. Juni 1944 in Italien. Aber war er überhaupt ein Deserteur? Seit in seinem Nachlass ein Text auftauchte, den Andersch schon 1945 im Kriegsgefange­nenlager geschrieben hatte und in dem die Gefangennahme gar […]

Lesung: Eva Ruth Wemme liest aus „Meine 7000 Nachbarn“

Die Geschichten aus »Meine 7000 Nachbarn« halten fest, was keinem Menschen zuzumuten ist. Ein Mann arbeitet wochenlang auf der Baustelle des Berliner Flughafens und erhält am Ende keinen Lohn. Einer schwangeren Frau wird im Krankenhaus bestätigt, dass ihr Kind am selben Tag zur Welt kommen werde, dann wird sie gebeten, sich ein anderes Krankenhaus zu […]

„Klasse Geschichte Bewusstsein. Was bleibt von Georg Lukács’ Theorie?“ Buchvorstellung und Diskussion mit Frank Engster und Rüdiger Dannemann

Georg Lukács’ „Geschichte und Klassenbewusstsein“ ist ein Werk mit einer geradezu überzeitlichen Wirkung. Als Reaktion auf das Scheitern der deterministisch antizipierten proletarischen Weltrevolution nach dem Ersten Weltkrieg erschien diese Sammlung von Essays und Aufsätzen erstmals 1923. Das Buch war aufgrund seiner scharfen Kritik am ‚orthodoxen Marxismus’ für die Herausbildung des sogenannten westlichen Marxismus von zentraler […]

Buchpremiere: „Schlachtvieh. Kalte Zeiten“ von Christian Geissler

Freitag in Hamburg-Wilhelmsburg: Der junge Bauarbeiter Jan Ahlers bekommt seine Lohntüte, legt eine Sonderschicht ein und träumt von einem größeren Auto. Seine Frau Renate kümmert sich währenddessen um den Haushalt, später verliert sie sich beim Stadtbummel in den Kaufangeboten. Ein Kind wäre schön, aber das kostet. Beide sind gefangen in Konsumwünschen und verraten dabei ihre […]

Lesung: Rainer Schildberger „Brandschatz – die Erfindung einer wahren Geschichte“

Albert Müller ist tot. Endlich, sagen die Einen. Tragisch, meinen die Anderen. Ein bunter Vogel, heißt es in einem Nachruf. Hardcore-Romantiker. Feuerteufel. Gut zu den Frauen. Schlecht zu den Frauen. Wer war dieser Albert Müller, ein angeblicher Beuys- Schüler, dessen Kunst hauptsächlich im Übergießen und Anzünden von zuvor mit Wachs verschmolzenen Objekten bestand, aus Müll […]

Lesung: Nora Lachmann „Die Quintessenz von Staub“

Für Marie ist die Liebe zu Pius ein großes, unerwartetes Glück. Doch ein schwerer Schlaganfall verändert alles. Marie ist in ihrem Körper eingeschlossen, kann nicht einmal mehr sprechen und muss sich fragen, ob sie ihren Mann und seine Motive wirklich kennt. Zur Autorin: Geboren 1957 in Berlin, ummauert aufgewachsen. Ausgeflogen nach Hamburg und in die […]

Lesung: Buchvorstellung „1967 – Wespenzeit“ von Jenny Schon

Der Roman schildert in der Ich-Perspektive die politischen Geschehnisse in West-Berlin während der 60er-Jahre. Fasziniert von Entwicklung Chinas unter Mao und abgestoßen vom anhaltenden Vietnamkrieg der USA, taucht die Erzählerin immer tiefer in die linke Szene ein. Gleichzeitig versucht Sie, ein eigenes, selbständiges Leben aufzubauen und sich vom Ehemann oder etwa auch ihrem korrupten Chef […]

Lesung: Björn Kuhligk liest aus „Großraumtaxi“

Berlin ist die Protagonistin in Björn Kuhligks Alltagsbeobachtungen, die er zwischen Lankwitz und Spandau, zwischen Müggel- und Schlachtensee macht. Kuhligk läuft mit seinen Kindern durch die Stadt, fährt Taxi, besucht Kneipen und entdeckt die Berliner Stadtmusikanten. In seinen Reportagen begleitet er Zeitungszusteller, 1. Mai-Demonstranten und Rummel-Besucher. Und nicht zuletzt beschreibt er die Veränderungen einer Ostberliner […]